Archiv

  • 2022 (3)
  • 2021 (64)
  • 2020 (63)
  • 2019 (55)
  • 2018 (37)
  • 2017 (53)
  • 2016 (62)
  • 2015 (59)
  • 2014 (58)
  • 2013 (54)
  • 2012 (30)
  • 2011 (4)
  • 2010 (3)
  • 2009 (5)
  • 2008 (2)
  • 2007 (4)
  • 2006 (5)
  • 2005 (2)
  • 2004 (14)
  • 2003 (19)
  • 2002 (15)
  • 2001 (2)

JHV 2004 – Saison-Rückblick

Bericht des 1. Vorsitzenden Hartmut Täufer

Im Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr sage ich Dank der Familie Ülkero für die großzügige und freundliche Bereitschaft uns ihre Räumlichkeiten stets kostenlos zu überlassen und für das große Verständnis für die Belange der Jugend. Dieses Verständnis für die Jugend ist großartig,  beispielhaft und verdient einen dicken Applaus.
Dank sage ich der evangelischen Kirchengemeinde, in deren Gemeindehaus wir viele schöne Stunden verbracht haben und uns wohl fühlten. Ohne Familie Ülkero und ohne evangelische Kirchengemeinde hätten wir weder dem Schachspiel, noch dem Schachsport, noch der Geselligkeit nachgehen können. Und ohne die genannten wären auch die sportlichen Aktivitäten und die sportlichen Erfolge nicht möglich gewesen.
Dank sage ich den Mannschaftsführern, die jederzeit zuverlässig und verantwortungsbewusst agierten, Dank den Vorstandsmitgliedern. Dank unseren Damen, die in den vergangene Tagen die Kostüme für den Festzug hergestellt haben.
Wir haben Grund stolz zu sein auf die Entwicklung unseres Vereins, sowohl in sportlicher wie in geselliger Hinsicht.
Die aktuelle Mitgliederzahl ist beträgt 82, bei fünf Eintritten in 2004.
Davon waren 53 in der zurückliegenden Spielsaison Jugendliche, 16 sind weiblich.
Wir sind damit in Mittelfranken der Verein mit dem höchsten Jugendanteil und mit dem höchsten Anteil an weiblichen Mitgliedern.
Bei unseren regelmäßigen Zusammenkünften ist der Besuch wie folgt:
Montag hier im Nuri: im Durchschnitt etwa zwölf Teilnehmer, viel mehr verträgt dieser Raum, in dem oft auch noch andere Gäste sind, nicht.
Freitag bei der Jugend waren es im Durchschnitt 25 Teilnehmer, konkret heißt dies, dass zum Jugendschach bei uns mehr Spieler kommen, als viele Schachvereine überhaupt Mitglieder haben.

Sportlich war die abgelaufene Saison außerordentlich erfolgreich.
In der abgelaufenen Spielsaison hatte der ASC nicht weniger als elf Mannschaften gemeldet: vier in den Kreisklassen I, II und III in Mittelfranken-Süd, Jugend U 20 Bezirksliga – Mittelfranken,  fünf Teams in den drei Jugend-Kreisklassen und die weibliche Jugend U 20 auf der Ebene Bayern und Deutschland.
Kein Schachverein in Bayern, vermutlich in Deutschland ist in der Lage, so viele Jugendmannschaften zu stellen wie wir. Sieben Jugendmannschaften! Was Jugendarbeit betrifft, sind wir in Bayern ganz weit vorne. Darauf sind wir stolz.

Es fanden vereinsintern statt
Vereinsmeisterschaft der Senioren
Vereinsmeisterschaft der Jugend
Kirchweihturnier 2003

Wir haben uns in der Öffentlichkeit bei zahlreichen Gelegenheiten präsentiert:
Teilnahme am Kirchweihzug 2003,
Teilnahme mit einem Stand am Allersberger Bürgerfest 2003,
Teilnahme am evangelischen Kirchweihfest 2003 mit einem Spielangebot
Teilnahme am Allersberger Jugendfestival „Des sin mir“
Zwei Angebote für das  Allersberger Ferienprogramm
Teilnahme an der Benifizveranstaltung für Hochwasserschäden,
Sportlerehrung des Landkreises,
Sportlerehrung der Marktgemeinde,
Teilnahme am ökumenischen Kirchenzug und Festnachmittag anlässlich Allersbergs 750 Jahrfeier
In einer Eingabe an die beiden Landtagsabgeordneten Dr. Weiß (CSU) und  Hufe (SPD) protestierten im Dezember 03 wir gegen die Mittelkürzung bei der Jugendarbeit durch den bayerischen Landtag. Während Peter Hufe geantwortet hat, warten wir auf eine Stellungnahme von Dr. Weiß noch immer.

Im Rahmen der Schachorganisation und des Bayer. Landessportverbandes nahmen Vertreter des ASC teil an der
Kreisversammlung der Sportjugend
der Kreisversammlung Schach in Mittelfranken-Süd in Pfaffenhofen
der Bezirksjugendversammlung Schach in Roth,
Kreisjugendversammlung Schach in Weißenburg

Bei diesen Schach-Tagungen erfuhren wir Neuerungen und Änderungen, die alles andere als erfreulich sind. So werden ab 2005 die Verbandsabgaben steigen, was uns Mehrbelastungen von etwa 150 Euro auferlegt.

Wir haben erhebliche Anstrengungen unternommen, um für unsere zahlreichen Kinder und Jugendlichen ein geeignetes Angebot im Sportbereich und auch für die Freizeit zu ermöglichen.
5 jugendliche Mitglieder wurden vom Kreisjugendring im Lehrgang ausgebildet und dürfen nun die JuLeiCa führen, die Jugendleiterkarte.
6 junge Mitglieder wurden vom Bayerischen Schachbund zu Turnierleitern ausgebildet,
1 junges Mitglied legte nach 5 Wochenenden Ausbildung die Prüfung zum offiziellen Schach-Übungsleiter ab.

Dass unser Schachnachwuchs so erfolgreich ist und weit über die Grenzen Allersbergs beachtet wird – der Bürgermeister nannte uns einmal „gute Botschafter“ – liegt auch an diesen Mitgliedern. Es liegt auch daran, dass es uns gelungen ist eine Atmosphäre und Heimat zu schaffen, in der sich die Kinder und Jugendlichen wohl fühlen. Der Zustrom an Kindern und Jugendlichen musste verlangsamt werden, weil die räumlichen Voraussetzungen dies erzwangen. Wir haben seit rund zwei Jahren einen Werbestopp. Trotzdem wuchs die Mitgliederzahl seit der letzten JHV um vier Prozent.

In den vergangenen Monaten war einer der wesentlichsten Punkte innerhalb der Vorstandschaft die Beratung über geeignete Schachräumlichkeit.
Es fanden mehrere Gespräche mit eventuellen Partnern statt. Wir hatten nicht weniger als fünfzehn Kontakte wegen Anmietung, Pachtverhältnis, Grundstückskauf.
Mehrmals war ich in Kontakt mit Vertretern des Marktgemeinderats und mit Bürgermeister Böckeler.
Auch wenn die Gespräche im Detail vertraulich stattfanden, darf ich folgendes sagen:
Das Problem ist nicht gelöst.
Dabei geht es nicht um die Finanzierung eines solchen Projektes. Wir wissen, dass wir den Bau und Unterhalt finanziell verkraften können, auch wenn es weh tun wird. Was wir nicht können, ist der Kauf eines Grundstücks. Einzig daran scheiterte bisher unser Vorhaben. Wir werden noch weiter verhandeln und suchen müssen.

Uns ist sehr daran gelegen, den Bedarf an Raum – in erster Linie für die Jugend – aus eigener Kraft zu decken. Das ist eine große und schwierige Aufgabe.
Wir wollen das Problem lösen.

Und jetzt kommt der Hammer!
Seit Pfingsten steht uns das Evangelische Gemeindehaus nicht mehr zur Verfügung. Rechtzeitig haben wir Kontakt mit der Marktgemeinde aufgenommen und sicherten uns im Terminkalender des Schülercafés in dieser Notsituation die Übergangslösung für unsere Jugendarbeit, das sind wöchentlich m Durchschnitt 25 Kinder und Jugendliche!
Die Gebührenordnung der Marktgemeinde für den sogenannten Bürgersaal mit Teppich und Spiegelwand, war bekannt: 10 Euro/Stunde.
In einer Eingabe an den Marktrat teilten wir unser Problem mit und wiesen darauf hin, dass diese Gebühren für den ASC jährliche Kosten von ca 1500 Euro bedeuten, dass eine beträchtliche Einschränkung der Jugendarbeit die Folge sei,
dass wir nicht versehen, warum jene  drastisch zur Kasse gebeten werden, die in einem gemeindlichen Raum Jugendarbeit treiben, der eigens für Jugendarbeit geschaffen wurde.
Wir verursachen der Gemeinde keine Kosten, weder für Material, noch für Personal und einen Besen für die Reinigung nehmen wir allemal in die Hand.
Wir leisten einen wertvollen sozialen Dienst an der Gesellschaft.
Der Brief endete mit dem Satz: Wir bitten die Marktgemeinde um eine Entscheidung, die unsere Jugendarbeit nicht schwieriger macht!“

Wo der Hammer ist?

Der zuständige Finanzausschuss des Marktes hat unsere Bitte zurückgewiesen und beschlossen, die Jugendarbeit des ASC zu erschweren, wenn nicht sogar unmöglich zu machen. Für die Benutzung des Schülercafés, das sonst leer stehen würde, müssen wir jeden Freitag 18,75 Euro zahlen, das sind im Jahr 750 Euro.

Das ist ein Hammer!

ASC-Vorsitzender Hartmut Täufer während seiner "Hammer-Rede"

Für die Heimspiele unserer Mannschaften fallen im Jahr noch einmal ca 700 bis 750 Euro an. Also 1500 Euro!
1500 Euro, das ist ziemlich genau der Betrag, den unsere Kinder und Jugendlichen an Beitrag zahlen.

Das ist ein Hammer!

An die Ausrichtung einer Kreismeisterschaft ist gar nicht mehr zu denken.

Das hat Konsequenzen!
Wir können nicht gleichzeitig das Freitags-Schach im bisherigen Umfang betreiben, die sportlichen Aktivitäten fortsetzen, eine deutsche Meisterschaft beschicken, ohne uns zu verschulden. Wenn wir das machen, endet das Jugendschach in den nächsten zwei Jahren in Allersberg.
Wir können es uns nicht leisten, unsere Heimspiele in Allersberg auszutragen. Das ist eine Lachnummer! Konsequenz: Bald könnte Schach, das königliche Spiel, der Denksport, in Allersberg der Vergangenheit angehören.
Verantwortlich dafür ist eine kinder- und jugendfeindliche Gebührengier!

Das ist ein Hammer!

Wenn wir zu Nachbargemeinden blicken, sehen wir, dass es auch anders geht. Dort unterstützt man die Schachvereine und blutet sie nicht aus.
Aber es kommt noch besser:
Während wir das Schüler-Café benützen und auf den finanziellen Tod warten, dürfen wir unser Material – Figuren, Uhren, Planen, einige Ordner- nach der geltenden Ordnung für das Schülercafé dort nicht lagern. Es muss draußen bleiben! Wir sollten es jedesmal hin und her transportieren. Das sieht dann so aus:

raus aus der Garage
rein in den Kofferraum
raus aus dem Kofferraum
rein ins Schülercafe
raus aus dem Schülercafe
rein in den Kofferraum
raus aus dem Kofferraum
rein in die Garage
Und das etwa 70 mal im Jahr! Jeden Freitag und bei jedem Heimspielwettkampf von elf Mannschaften.

Das ist ein Hammer!

Aber wir bräuchten vielleicht gar nicht unser Material immer hin und her transportieren. Wir könnten ja versuchen, in der Nachbarschaft in der Kirchstraße oder am Hinteren Markt eine Familie zu finden, die unserem Material Asyl gewährt, wurde vorgeschlagen. Die bei allen Terminen immer zu Hause ist und uns vorher das Material gibt und hinterher wieder abnimmt, es sorgfältig bewahrt. die uns vielleicht sogar einen Schlüssel für den betreffenden Raum überlässt, die….
Frage: Wer gewährt den Königen, den Damen, den Läufern, den Pferden, den Türmen und den über 300 Bauern bei sich zu Hause Asyl ? Am Hinteren Markt oder in der Kirchstraße?

Konkret geht es darum, ein Schränkchen oder Regal mit einer Grundfläche von 60 x 30 cm unterzubringen.
Aber: Wollen wir nicht, machen wir nicht, bloß keine Ausnahmen für die Jugend, da könnte ja jeder kommen!

Das ist ein Hammer!

Mehr möchte ich nicht sagen.
Trotzdem:
Für die Zukunft unseres ASC 2000 wünsche ich mir vor allem, dass die gute menschliche Atmosphäre bleibt, dass wir weiterhin vieles gemeinsam machen, dass jeder nach Kräften dabei ist, dass wir alle viel Freude und Spaß haben, am Schachspiel und am ASC.

Ich danke für die Aufmerksamkeit und eröffne die Diskussion zu diesem Thema, wobei sich selbstverständlich unsere Gäste engagiert beteiligen dürfen.

Comments are closed.