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Großmeister Klaus Bischoff siegt 51,5:0,5

1. Vorsitzender Hartmut Täufer überreichte im Beisein von Bürgermeister Bernhard Böckeler ein ASC-Shirt an Großmeister Klaus Bischoff

Mit Großmeister Klaus Bischoff hatte der Allersberger Schach-Club 2000 einen der den weltbesten Schachspieler zu Gast. Er war bereits mit vierzehn Jahren Deutscher Meister, belegte bei der Jugend-Weltmeisterschaft 1980 den dritten Platz, ist deutscher Nationalspieler und wurde bei der Schacholympiade in Istanbul mit der deutschen Mannschaft Gewinner der Silbermedaille. Am Wochenende war er nun Gast in Allersberg,  wo er in zwei Simultanturnieren gegen insgesamt 52 Gegner antrat.

Die Lektion für die Allersberger Spieler und die Vorstellung, die der Großmeister gab, waren eindrucksvoll und eindeutig: 51 Siege in 52 Spielen. Den halben Punkt gab er gegen einen Allersberger Jugendspieler ab. Der erst zwölfjährige Manuel konnte dem Großmeister ein Remis abtrotzen und konnte dies selbst kaum fassen.

Der Beifall der Zuschauer galt nach der spannenden Partie beiden, dem Großmeister und  Manuel.  Der Großmeister hatte im Evangelischen Gemeindezentrum in einem ersten Turnier 30 Gegner, meist Nachwuchsspieler, gegen sich. Nach knapp eineinhalb Stunden war alles vorbei. Alle Partien waren zugunsten des Gastes ausgegangen.

Im zweiten Turnier saßen die Kreisklassenspieler aus Allersberg und einigen anderen Vereinen aus Mittelfranken dem Großmeister gegenüber. Wiederum das gleiche Bild. Gelassen, aber konzentriert ging der Großmeister von Brett zu Brett, brauchte nur wenige Sekunden bis er die Stellung erfasst hatte, zog seine Figuren und gab damit seinen Gegnern erneut Probleme auf.

Ein Simultanturnier bietet Spielern mit geringer oder mittlerer Spielstärke die Möglichkeit, gegen wesentlich stärkere anzutreten. Die Spieltische werden für ein Simultanturnier so gestellt , dass der Simultanspieler von Brett zu Brett gehen kann ohne die Seiten zu wechseln, um jeweils einen Zug auszuführen.

Das Allersberger Turnier war ein Turnier mit „Uhren-Handicap“. Das heißt, dass der Simultanspieler mehr Zeit  auf seiner Uhr eingestellt bekommt als der einzelne Gegenspieler. Das Mehr an Zeit ist dadurch gerechtfertigt, dass der Simultanspieler von Brett zu Brett gehen und dadurch auch beträchtliche Gehwege zurücklegen muss.

Großmeister Klaus Bischoff zu Gast in Allersberg

Dabei muss  der Simultanspieler nicht nur mehrere Spiele überblicken und sich die Stellungen merken. Er muss auch schneller reagieren und ziehen, um in der vereinbarten Zeit das Spiel beenden zu können. Durch diese Erschwernis sind Ungenauigkeiten oder Fehler möglich, die ein Spieler dieser Qualität normalerweise nicht machen würde.

Doch trotz der erschwerten Bedingungen hatte auch keiner der 22 Spieler im zweiten Durchgang eine Siegchance, keiner – mit Ausnahme von Manuel – konnte  auch nur annähernd dem Großmeister Paroli bieten.

Es war eine eindrucksvolle, überzeugende Demonstration und Vorstellung schachlichen Könnens für die Mitglieder des Allersberger Schach-Club 2000 und der Zuschauer, die den Weg ins Evangelische Gemeindezentrum gefunden hatten, die der Schach-Großmeister in der Marktgemeinde gab. Klaus Bischoff, einer der renommiertesten deutschen Großmeister aller Zeiten weist eine Deutsche Wertungszahl von fast 2600 auf. Er trägt den Titel eines Großmeisters seit 1990. Vereinsschach spielte er in Deutschland bei verschiedenen Vereinen und spielt im Augenblick bei Essen-Katernberg in der ersten deutschen Bundesliga als  feste Größe für den Verein aus dem Ruhrgebiet.

Bürgermeister Böckeler begrüßte den Gast in der Marktgemeinde und betonte die Wichtigkeit und den hohen Stellenwert von Jugendarbeit und Nachwuchsförderung beim Allersberger Schach-Club. Die Begegnung mit einem Großmeister sei Teil dieser Nachwuchsarbeit. Dass Klaus Bischoff nach Allersberg gekommen sei, wertete der Bürgermeister als ein bedeutendes schachsportliches Ereignis. Großmeister Bischoff lobte die Athmosphäre bei dem Simultanturnier, die Organisation und ermunterte den ASC, sich weiterhin so intensiv um den Schach-Nachwuchs zu kümmern.

Spieler und Zuschauer anerkannten mit ihrem reichen Applaus die Spitzenleistung des Großmeisters. Als Erinnerungsgeschenk überreichte ASC-Vorsitzender Hartmut Täufer  Allersberger ASC-Vereins-Shirt. Beim Allersberger Schach-Club ist man sich einig: Klaus Bischoff hat menschlich mit seiner  sympathischen Art überzeugt und wird im deutschen und internationalen Schachsport bestimmt weiter von sich hören lassen.

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