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Empörter Protest des BLSV

In einem Rundschreiben protestiert  der Bayerische Landessportverband (BLSV) gegen eine kurzfristige Entscheidung der Staatsregierung. Bis zum Donnerstag war es möglich, in den Sportstätten „Indivdualsport“ zu betreiben. Konkret bedeutete dies; Sport allein, zu zweit oder mit Familienangehörigen. Demnach hätten sich zwei Schachspieler im ASC-Vereinsheim treffen und dort spielen können. Selbst dies wurde verboten.

Der BLSV-Protest im Wortlaut:

„Ein falsches Signal für den Sport ist die aktuelle Neuentwicklung im Zuge der Corona-Pandemie. Aufgrund einer Änderung der 8. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (8.BayIfSMV) müssen bereits ab Freitag, dem 13.11.2020, nahezu alle Indoor-Sportstätten geschlossen werden, einzig der Profi- und Schulsport bleiben im November in Innenräumen erlaubt – ein großer Rückschlag für den Sport und eine aus Sicht des BLSV nicht nachvollziehbare Maßnahme.
Ausschlaggebend für diese neue Entwicklung ist eine Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (BayVGH). Dieser hatte unter Verweis auf das Gleichheitsprinzip am Donnerstag die bisherige Schließung von Fitnessstudios aufgehoben, weil auf der anderen Seite sonstige Sportstätten für Individualsport geöffnet seien. Das Gericht gab damit dem Eilantrag eines Fitnessstudio-Inhabers zum Teil statt. Die Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung folgte unmittelbar: Aufgrund der Verordnungsänderung wird die vom BayVGH geforderte Gleichbehandlung von Fitnessstudios und sonstigen Sportstätten mit Wirkung zum Freitag, 13. November, umgesetzt. Sämtliche Indoor-Sportstätten in Bayern sind demnach sofort zu schließen, lediglich der Profi- und Schulsport bleiben im November in Innenräumen weiterhin erlaubt.
Die Entscheidung, die seitens des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege getroffen wurde, traf den Bayerischen Landes-Sportverband überraschend und ohne Vorbereitung. Diese Entscheidung ist aus unserer Sicht eine kurzfristige Maßnahme ohne Ziel und ein falsches Signal in dieser schwierigen Zeit. Wir haben für diese überhastete Maßnahme kein Verständnis – die Volksseele unserer Sportlerinnen und Sportler, Sportvereine und Sportfachverbände brodelt. Die Gesundheit unserer Sportlerinnen und Sportler hat für uns nach wie vor oberste Priorität. Dennoch sollte die Bayerische Staatsregierung diese Entscheidung dringend überdenken.“

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